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Das Gebäude in der Rossa-Strasse 2 (heute Rossa-Strasse 4) stammt aus dem 17. Jahrhundert. Bis 1945 war es im Besitz der Kongregation der Schwestern der Heiligen Jungfrau Maria, allgemein bekannt als die Visitatorinnen. Umgeben vom Obstgarten des Klosters, diente es als Gästehaus.Von September 1932 bis November 1934 lebte hier der selige Pater Michał Sopoćko. Seine Wohnung befand sich im ersten Stock, neben der des Kaplans, Pater Józef Poniatowski, der als Notar in der Kurie tätig war. Im Erdgeschoss wohnte der Maler und Künstler Eugeniusz Kazimirowski. Der selige Pater Michał Sopoćko bat ihn darum, nach der Vision der heiligen Schwester Faustina Kowalska ein Bild der Göttlichen Barmherzigkeit mit der Aufschrift „Jesus, ich vertraue auf Dich!“ zu malen. Schwester Faustina besuchte, mit Wissen und Erlaubnis ihrer Oberin, zusammen mit einer anderen Schwester Pater Michał und den Maler mehrmals wöchentlich. Das Gemälde entstand als eine detailgetreue Beschreibung Faustinas an den Maler. Pater Sopoćko selbst stand Modell, um dem Maler die Arbeit zu erleichtern. Das Werk wurde im Juli 1934 (nach sechs Monaten), streng nach den Anweisungen von Schwester Faustina, fertiggestellt und blieb im Besitz von Pater Michał, der alle mit der Anfertigung des Bildes verbundenen Kosten übernahm. Im November 1934
zog Pater Sopoćko in ein Gebäude neben der St.-Michael-Kirche, das den Bernardinerinnen gehörte. Heute befindet sich in dem Raum, in dem das Gemälde entstand, eine Kapelle.
m Gebäude ist noch die originale Treppe erhalten, auf der schon die heilige Schwester Faustina, der selige Pater Sopoćko und Eugeniusz Kazimirowski gegangen sind. An der Wand über der Treppe hängt ein Kreuz, das Pater M. Sopoćko für die Garnisonskirche St. Ignatius in Auftrag gab. Diese Kirche ließ Pater M. Sopoćko als Kaplan der polnischen Armee zwischen 1926 und 1929 wiederaufbauen. Das Kreuz hing bis 1945 in der Kirche, bis diese von den sowjetischen Behörden geschlossen wurde. Auch das Kloster der Visitatorinnen teilte 1945 das Schicksal anderer religiöser Gebäude in Vilnius.
Die kommunistischen Behörden wandelten es in ein Gefängnis um.
Das Gebäude ist jedoch bis heute gut erhalten, da es die Gefängnisverwaltung beherbergte.

Heute ist das Haus eine Niederlassung der Ordensgemeinschaft der Schwestern vom Barmherzigen Jesus, der Ordensgemeinschaft, die Schwester Faustina auf Jesu Wunsch hin gründen sollte.